Impotenz – sexuelle Funktionsstörungen

Wir unterscheiden zwei Arten von Impotenz: Die Beischlafunfähigkeit (impotentia coeundi) und die Zeugungsunfähigkeit (Impotentia generandi, Infertilität). Wobei die Impotentia coeundi vorübergehend oder endgültig gestört sein kann.

Geschlechtsverkehr

Libido (Lust):

Frigidität, Lustlosigkeit. Wird durch die Psyche wesentlich beeinflusst und durch Hormone gesteuert. Weit gehende Abhängigkeit vom psychischen und physischen befinden und der situationsbedingten Atmosphäre.

Depressionen, partnerschaftliche Probleme, Verhaltensstörungen und andere psychosoziale Störfaktoren können bei Mann und Frau eine augenblickliche oder längerfristige Verminderung der Libido verursachen, die von der Frau naturgemäß larviert (verbogen) werden kann. In solchen Fällen sind eine medikamentöse, psychorelaxierende, antidepressive Behandlung und eine Psychotherapie mit Ausschaltung überfordernder Verhaltensweisen (positive Lebensstilmedizin) effektiv. Auch Entspannungsübungen können zur Besserung beitragen.

Erkrankungen mit körperlichen Erschöpfungszuständen, Stoffwechselstörungen (zum Beispiel schlecht eingestellter Diabetes mellitus), hormonelle Störungen (durch Fehlfunktionen der Hypophyse, der Schilddrüse und Nebenniere), die Schädigung bestimmter Hirnareale (z.B. Frontalhirn, Temporalregion) können Libidoverlust bewirken. Wenn Erschöpfung und Stress die Ursachen sind, dann hilft nur, dem Körper wieder Ruhe zu gönnen und mit einem sorgfältig aufgebauten Trainingsprogramm für seine Regeneration zu sorgen.

Erektion: erektile Dysfunktion – Impotenz

Die Unfähigkeit des Beischlafs beim Mann ist Ausdruck eines Nicht- bzw. zu schwachen oder zu kurzen Anschwellen des Gliedes.

Für die Erektion sind die intakte vegetative Nervenversorgung ist Genitalorgans wichtig, aber auch intakte Arterien und Venen. Durch eine erotische Situation bzw. Vorstellung werden Nervenüberträgerstoffe freigesetzt, die zu einer Blutflusssteigerung in die Penisschlagadern auf über 700 % führen. Gleichzeitig bewirkt der Druck auf die Penisvenen, dass der Blutabstrom aus den stark durchbluteten Schwimmkörpern abnimmt und schließlich ganz zum Erliegen kommt. Dadurch versteift sich der Penis, hebt sich und ist zum Geschlechtsverkehr bereit.

ProstataNach der Ejakulation bewirkt der Sympathikusnerv eine Abnahme der Schwellung und Steifigkeit. Durch Stress kann die Gliedversteifung zu jeder Zeit gestört und unterbrochen werden – daher haben gestresste Männer auch häufiger eine erektile Dysfunktion. Nach Operationen im Beckenbereich (Prostata, Harnblase, Enddarm etc.) und auch nach einer Querschnittslähmung können die für die Erektion wichtigen vegetativen Nerven geschädigt sein und deshalb eine Erektionsstörung verursachen. Da die vegetativen Nerven sehr eng mit der Psyche in Wechselbeziehung stehen, kann die Erektion auch psychogen gestört sein: Minderwertigkeitsgefühl, Ängste, Probleme in der Partnerschaft, in der Persönlichkeit oder die Versagensangst, verdrängte Homosexualität etc. die Zahl der Erektionsstörungen steigt mit zunehmendem Alter, mit 65 Jahren sind etwa 25 % der Männer, mit einer wahrscheinlich nicht unbeträchtlich hohen Dunkelziffer, betroffen.

Anhaltende oder zeitweise auftretende Erektionsstörungen sind oft frühe Anzeichen für Zuckerkrankheit und sollen ein Hinweis sein, wenn sie noch nicht bekannt ist, danach zu fahnden. Gefäßstörungen, schwere neurobiologische und andere Stoffwechselerkrankungen können auch Erektionsstörungen auslösen; diese Krankheiten müssen selbstverständlich ursächlich behandelt werden. Allen voran die Zuckerkrankheit, die sowohl zur Verkalkung der Blut zuführenden Arterien als auch zur Schädigung der Penisnerven führen kann.

Besondere Beachtung sollte der psychischen Einstellung bzw. Bereitschaft beider Partner und dem “Aufeinander-zugehen“ geschenkt werden.

impotenz

Auch manche Medikamente können Potenzstörungen (Libido und Erektion betreffend) verursachen: Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Neuroleptika, Kortison, Gichtmittel, Parkinsonmittel, Bluthochdruckmittel (sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, es gibt Medikamente, die dieses Problem hinten anhalten), Wassertreiber, Digitalis, Zytostatika und Drogen (z.B. Alkohol, Kokain, Heroin, Morphin etc.). Nikotin ist ein Risikofaktor: 75 % der impotenten Männer brauchen mehr als 25 Zigaretten täglich.

Die Ursachenfindung kann schwierig sein und schließt neben Laboruntersuchungen auch die Untersuchung der Nervenleitfähigkeit und der Muskeltätigkeit der Schwellkörper sowie eine Ultraschalluntersuchung der Penisgefäße ein. Vor allem muss auch das psychosoziale Umfeld durchleuchtet werden, denn sehr häufig sind es lediglich störende partnerschaftliche Verhaltensweisen oder psychisch verletzende Bemerkungen, die mit entsprechender Bereitschaft einfach ausgeräumt werden können.

Je nach Befund gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten:

Ausschaltung organischer und psychischer Störungen (Erkrankungen).

Impotenz – Wissen ist Macht

Mit der Impotenz ist es wie mit der Bild-Zeitung. Niemand kauft sie und doch hat der Verlag einen Absatz von etlichen Millionen Exemplaren täglich. Potenzhilfen wie Viagra erobern unsere Märkte, aber niemand hat ein Problem mit seiner bzw. ihrer Libido? Es ist an der Zeit, dieses Tabuthema zu brechen, denn nur durch gezielte Informationen können Sie Ihr Problem bzw. das des Freundes des Schwagers eines Arbeitskollegen in den Griff bekommen.

Welche Arten der Impotenz gibt es?

Prinzipiell hat Impotenz nichts mit Unlust zu tun. Die Impotenz gliedert sich in drei Bereiche, die jeden Mann und jede Frau (ja wirklich) in jedem Lebensalter treffen können. „Wenn man Keinen mehr hochbekommt“, ist das zwar die am weitesten verbreitete Form der Impotenz, aber die am besten Behandelbare. Weibliche Impotenz wird ebenfalls überwiegend durch Erektionsstörungen verursacht. Die feminine Erektion ist im biologischen Sinne nicht das Feuchtwerden, sondern das Anschwellen der Klitoris sowie der Vulva. Da dies für den einvernehmlichen Geschlechtsverkehr nicht von so großer Bedeutung ist wie die sogenannte Lubrikation, wird die Bildung des Vaginalsekrets meist als Ursache der weiblichen Impotenz angesehen. Da sich die Damenwelt weit offener mit ihren gesundheitlichen Problemen beschäftigt und auch keine Scheu aufweist, Ärzte zu konsultieren, richten wir diesen Artikel vornehmlich an die holde Männlichkeit.

Widmen wir uns der Vollständigkeit halber zunächst den anderen zwei Abteilungen. Eine sehr deprimierende Form der Impotenz ist die Zeugungsunfähigkeit. Männer sind durchaus in der Lage, Geschlechtsverkehr bis zum Erlangen des Höhepunktes zu zelebrieren. Jedoch sind sie nicht in der Lage, genügend „fitte“ Spermatozyten zu bilden. Eine ausgeprägtere Stufe der Impotenz ist die Orgasmusunfähigkeit. Dabei besteht wieder kein Problem darin, die das Glied zu erigieren und theoretisch auch nicht mit der Befruchtbarkeit, jedoch ist kein Erreichen des Orgasmus möglich. Die dritte und häufigste Störung nennt sich „erektile Dysfunktion“. Auch ohne großes Latinum wird klar, dass der Nahkampfstachel entweder überhaupt nicht mehr „geschlechtsverkehrstauglich“ aufgebaut werden kann, oder nur von kurzer Dauer ist.

Wodurch ist die Impotenz begründet?

Die Ursachen der Impotenz können sowohl im physischen (körperlichen) Bereich wie auch im psychischen (seelischen) Part zu suchen sein. Häufig sind beide Gründe voneinander abhängig. Stellen Sie sich vor, der Freund Ihres Bekannten wäre zeugungsunfähig. Wie lange, denken Sie, dauert es, bis die ersten Selbstzweifel an ihm nagen und er zu seiner körperlichen Störung einen seelischen Kollaps hinzusteuert? Denken Sie an Sexualstörung Nummer 2: die Orgasmusunfähigkeit. Sollte Sie denn wirklich rein körperlicher Natur sein, bleiben die seelischen Probleme nicht lange unbemerkt. Sex ist im biologischen Sinne nichts anderes als eine schweißtreibende Aktivität um den eigenen Genpool zu vermehren und die Art der Homo sapiens sapiens zu sichern. Da wir wie alle anderen Lebewesen mit der zu uns genommenen Energie wirtschaften müssen, sind wir bestrebt, ohne Belohnung nichts zu tun. Der Orgasmus alias Höhepunkt ist die Belohnung für die körperliche Anstrengung Sex. Bleibt diese aus, sagen unsere Instinkte bald: „Dann lass es doch gleich bleiben …“ Die erektile Dysfunktion dagegen ist meist körperlicher Natur. Es handelt sich in den meisten Fällen um nichts anderes, als eine Stoffwechselstörung, die auch im Laufe des Alters auftreten kann, wie der Melaninmangel, der die Haare ergrauen lässt.

Wie wirken Potenzhilfen

Es gibt eine ganze Reihe von Scharfmachern und Potenzhilfen. Scharfmacher wie die Spanische Fliege helfen nichts gegen Impotenz, basta. Im Umkehrschluss steigern Potenzhilfen nicht die Lust. Viagra & Co. werden als PDE-5-Hemmer bezeichnet. Die genaue Wirkung von Viagra möchten wir gerne in einem eigenen Artikel erklären. Hier nur soweit: Die Wirkstoffe von Viagra (Sildenafil) greifen genau dort an, wo es bei der erektilen Dysfunktion hapert. Um das Glied erigieren zu können, sind mehrere Stoffwechselprozesse nötig. Zur Vermeidung eines schädigenden – salopp ausgedrückt – Dauerständers versucht unser Körper, diese ständig abzubauen. Um diese halten zu können, muss de facto die Standhaftigkeit während des kompletten Beischlafs permanent neu aufgerichtet werden. Eine häufige Ursache dieser Art der Impotenz ist die abnehmende Produktion der Enzyme (zyklisches Guanosinmonophosphat), die zur Bildung der des erigierten Geschlechtsteils notwendig sind. Die abbauende Substanz heißt Phosphodiesterase (PDE). Die Begleitnummer 5 deutet lediglich darauf hin, dass jene PDEs im Schwellkörper des Gliedes wirken, denn es gibt mehrere davon in unserem Körper, die an unterschiedlichen Stellen zum Einsatz kommen. Beispielsweise in den Augen, dadurch sind auch die Nebenwirkungen Viagras, leichte Sehstörungen, zu begründen. Viagra hemmt also den Abbau der ausgebildeten Erregung, wodurch sie besser, leichter und härter gehalten werden kann, da nicht so viele cGMPs benötigt werden. Eigentlich habe ich schon weiter ausgeholt, als ich wollte, aber durch diese Eigenschaft der Potenzhilfen leuchtet es ein, dass erst eine mentale Erregung vorhanden sein muss, damit Potenzhilfen wie Viagra wirkungsvoll gegen Impotenz helfen können.

Viagra und andere Medikamente

Die Substanz Sildenafil (Viagra) wurde als Herzmedikament eingesetzt und brachte eine interessante “Nebenwirkungen“ zutage: eine verlängerte Erektion. Viagra kann von sich aus keine spontane Erektion auslösen, denn es hat nichts mit der Auslösung von Lust und Lustempfinden zu tun. Es ist aber in der Lage, eine bereits bestehende, ungenügende Erektion zu verstärken und zu verlängern, weil es den Abbau der für die Durchblutung der Schwellkörper notwendigen Nervenüberträgerstoffe hemmt. Viagra (ähnliche Wirksamkeit haben Cialis und Levita, aus der gleichen Stoffgruppe mit weniger aggressiven Nebenwirkungen, wie die Hersteller betonen) ist ein sehr wirksames Medikament und hat auch Nebenwirkungen. Bei Lebererkrankungen, eingeschränkte Nierenfunktion, wenn Medikamente gegen Angina Pectoris eingenommen werden und bei einer bestimmten Augenerkrankung das Viagra nicht genommen werden.

Es muss daher vom Arzt verschrieben werden und ist in Österreich und Deutschland nicht kassenfähig. Von einer Beschaffung über andere Quellen ist dringend abzuraten, weil bei erektiler Dysfunktion zunächst die ärztliche Abklärung notwendig ist. Eine weitere Möglichkeit ist das Medikament Apomorphin, das im Gehirn den Erektionsmechanismus unterstützt und auch für Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes und koronarer Herzerkrankung – nach ärztlicher Verordnung – in Frage kommt.

Als weitere Behandlung kann man durch Schwellkörperautoinjektionstherapie (SKAT) bei einem sehr hohen Prozentsatz eine Erektion erreichen. Dabei werden Mittel (z.B. Papaverin, Prostaglandin) lokal mit einer Fertigspritze nahezu schmerzfrei selbst in den Schwellkörper injiziert. Weitere Möglichkeiten bieten der Erektionsring und Vakuumsgeräte sowie Penisimplantate. Die Wahl der Test geeigneten Möglichkeit obliegt dem Fachmann.

Mann hat keine Ejakulation

Eine verzögerte oder ausbleibende Ejakulation (Samenerguss) kann durch Nervenschädigungen, Verletzungen, nach Operationen oder durch psychische Störungen bedingt sein. Der weitaus häufigere vorzeitige Samenerguss (Ejakulatio praecox) hat in der Regel eine psychische Ursache und ist mit Psychotherapie, Verhaltenstherapie und chinesischer Medizin (Akupressur, Entspannungsübungen etc.) zu behandeln. Er kann auch durch bestimmte Riten im Sexualleben verzögert werden. Folgende Hilfe bietet sich durch die Wahl der Position an:

Der Mann liegt auf dem Rücken, die Frau sitzt auf ihm. Das ist für den Mann die psychisch und körperlich weniger versponnene Position. So kann auch die Frau das Tempo bestimmen und durch das Ziehen an den Hoden bzw. am Hodensack die Erregbarkeit des Mannes dämpfen. Eine zusätzliche Hilfe kann es sein, den Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr auf den Morgen zu verlegen. Auch die Geduld und das Verständnis für den Partner sind bezüglich der Psychohygiene sehr wichtig.

Der Orgasmus ist eine rein psychisches Gefühlserleben mit lokaler Stimulation, dass gleichzeitig mit der Ejakulation auftritt, wobei es sowohl beim Mann als auch bei der Frau zu rhythmische Muskelkontraktion kommt.

Die Rückbildungsphase ist bei meinen durch die Mitwirkung des Parasympathikus relativ kurzfristig.

 

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Hausmittel Impotenz

Hausmittel gegen Impotenz

In Sachen Hausmittel gegen Impotenz haben merikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass der Mann beim Samenerguss relativ viel Zink verliert und Mangel an Zink sowie Vitamin A allmählich zur Schwächung der Liebeskraft führen. Zink ist reichlich in Meeresfrüchten, Austern, Vollkornprodukten, Weizenkeimen und Hähnchenfleisch enthalten. Eine Studie in Stockholm von Prof. Dr. Rolf Gunderssen hat ergeben, dass der …

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Medikamente gegen Impotenz

Medikamente gegen Impotenz

Wir haben hier eine Auswahl von 20 Medikamente gegen Impotenz aufgelistet. Bald gibt es mehr Info… Caverject Impuls 10 µg, Injektionslösung (Pfizer Pharma) Cialis 10 mg Tadalafil, Filmtabletten (Lilly Deutschland) Eumel- Bull- Kraft NE, Dragees (Cheplapharm) Euviril Starterpack, Kapseln und Brausetabletten (Alpenmed) Guarana Plus, Tropfen (Eropharm) Levitra 10 mg, Filmtabletten (Bayer Schering Pharma) Libovit Magnat …

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Orgasmus vortaeuschen

Orgasmus vortäuschen

Ich glaube, er hat schon wieder nur so getan! Also, ich konnte es ja auch erst nicht glauben. Als mir meine Freundin Sabine von ihrem Jens erzählte: „Ich glaube, er hat wieder nur so getan, Jacqueline!“ „Was getan?“, frage ich. Seinen Orgasmus vortäuschen, das meinte sie. Und erzählte es mir unter Tränen sehr ausführlich. Dass …

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